Coronavirus und Bargeld

Wie Sie in Zeiten von Corona sicher bezahlen können

Der Umgang mit dem Coronavirus COVID-19 im Alltag wirft für viele Menschen in Deutschland Fragen auf. Viele dieser Fragen beschäftigen sich mit Themen rund ums Geld und Bankgeschäft: Ist eine Infektion über Bargeld möglich? Wie kann ich Zahlungen zu ausgefallenen Reisen oder Veranstaltungen reklamieren? Womit kann ich sicher bezahlen? Wir bei der Raiffeisenbank HessenNord eG haben für Sie nützliche Informationen zusammengestellt.

Fragen und Antworten zum Thema Bargeld

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Bargeld?

Sowohl Infektiologen wie René Gottschalk als auch die Deutsche Bundesbank halten die Gefahr einer Ansteckung über Geldscheine und Münzen für sehr gering. Laut Bundesbankvorstand Johannes Beermann wurden die Euro-Banknoten sogar so entworfen, dass sie trotz der täglichen Nutzung kaum verschmutzen. Zudem ersetzt die Bundesbank verschmutzte Geldscheine regelmäßig durch Neue. Weitere Auskünfte zu Ansteckungsgefahren und Schutzmaßnahmen finden Sie auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Ist die Bargeldversorgung gesichert?

Nach Angaben der Bundesbank ist die Bargeldversorgung in Deutschland sichergestellt. Selbst im Krisenfall würde laut Vorstand Beermann mehr als genug Bargeld zur Verfügung stehen. Weitere Informationen der Bundesbank erhalten Sie auf ihrer Website.

Bleiben Banken in Deutschland weiterhin erreichbar?

Sowohl lokale Nachrichtenerstatter als auch Online-Medien berichten über temporäre Filialschließungen von Banken. Kunden sollten sich jedoch vor allem bei ihrer Hausbank bzw. auf deren Website über die aktuellen Entwicklungen informieren. Denn auch wenn Filialen als Sicherheitsvorkehrung schließen, bleiben ihre Mitarbeiter in der Regel telefonisch oder digital für Sie erreichbar. Geldautomaten stehen Ihnen grundsätzlich auch weiterhin zur Verfügung. Wichtige Informationen zu den Geschäftszeiten und Kontaktmöglichkeiten Ihrer Raiffeisenbank HessenNord eG erhalten Sie zum Beispiel hier:

Praktische Alternativen zum Bargeld

Warum bargeldloses Bezahlen sinnvoll ist

Bargeldlose Bezahlmöglichkeiten bieten einen großen Vorteil: Wer mit seiner Karte oder seinem Smartphone zahlt, vermeidet Handkontakt. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Mitarbeiter an der Kasse. Damit tragen Sie auch dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

So bezahlen Sie kontaktlos

Symbol fürs kontaktlose Bezahlen

Trägt das Bezahlterminal an der Kasse das Wellen- bzw. Kontaktlossymbol, können Sie Ihren Einkauf kontaktlos mit Ihrer Karte zahlen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn Ihre Debit- oder Kreditkarte ebenfalls mit dem Symbol gekennzeichnet ist. Das Zeichen auf Ihrer Karte gibt an, ob sie über die Kontaktlosfunktion verfügt. Zum Bezahlen brauchen Sie Ihre Karte lediglich kurz an das Kassenterminal zu halten. Je nach Betrag kann sogar die PIN-Eingabe entfallen. Das beschleunigt nicht nur das Bezahlverfahren an der Kasse, sondern ist auch hygienischer.

Zahlen Sie mit Ihrem Smartphone

Alternativ können Sie Ihre Einkäufe auch kontaktlos mit Ihrem Smartphone bezahlen. Ähnlich wie bei der Karte mit Kontaktlosfunktion halten Sie zum Bezahlen das entsperrte Mobiltelefon an das Kassenterminal. Die Zahlungsauthentifizierung erfolgt meist über den Gerätecode, die Fingerabdruck- oder Gesichtserkennungsfunktion des Smartphones. Für das mobile Bezahlen benötigen Sie in der Regel eine App, in der Sie Ihre Debit- und Kreditkarten hinterlegen können.

Vereinfachtes Bezahlverfahren für Hilfesuchende und ihre Helfer

Das Coronavirus schränkt vor allem den Alltag von älteren und vorerkrankten Menschen ein. Für sie ist schon der Besuch im Supermarkt mit größeren Risiken verbunden und daher in vielen Fällen nicht mehr möglich. Sie sind auf die Unterstützung ihrer Mitmenschen angewiesen. Deshalb werden in Deutschland immer mehr Initiativen für Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen, bei denen hilfsbereite Menschen die benötigten Lebens- und Arzneimittel für die Betroffenen besorgen.

Oftmals erhalten die Helfer den für die Lebensmittel erforderlichen Geldbetrag in Form von Bargeld. Doch auch hier lässt sich der Handkontakt vermeiden, indem man stattdessen auf Online-Bezahldienste zurückgreift. Mit Kwitt zum Beispiel können die Hilfesuchenden das Geld per VR-BankingApp wie eine Nachricht an ihre Helfer senden. Dank der Echtzeit-Überweisung erhalten diese den Betrag in wenigen Sekunden.

Zahlungsreklamationen bei ausgefallenen Reisen oder Veranstaltungen

Wie Sie Ihre Zahlungen reklamieren können

Absagen von Veranstaltungen und Reisen führen aktuell dazu, dass gebuchte oder gekaufte Leistungen nicht erbracht werden können. Wer befürchtet, auf seinen Kosten sitzen zu bleiben, sollte sich frühzeitig über die Möglichkeiten einer Zahlungsreklamation und deren Voraussetzungen informieren. Nützliche Informationen zu dem Thema erhalten Sie bei Ihrer Raiffeisenbank HessenNord eG.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihre Bank, Ihren Versicherer, Ihren Dienstleister, Ihren Rechtsanwalt oder die zuständige Behörde nicht ersetzen.